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29 auch menſchenfeindliche Spinne in ihrem beſtäubten Gewebe, verlebt. Er ſchlug heftig das Fenſter zu.— „Und wenn ich morgen ein Mädchen finde, wie Ma⸗ dame Heimfeld“— ſagte er zu ſich ſelbſt, und klei⸗ dete ſich ſchnell aus—„ſo ſoll ſie mein Weib wer⸗ den, und wäre es die Tochter von Heimfelds Winzer!“
Nur die Ermüdung ließ ihn bald und feſtein⸗ ſchlafen, und als er erwachte, ziſchelten ſchon Heim⸗ felds Kinder vor ſeiner Thür, die, als er dieſe öffne⸗ te, mit großen Ruthen hereinſprangen, um ihm zum Pavillon, wo das Frühſtück auf ihn wartete, nach Standesgebühr vorzureiten.—
Ferdinand verlebte nun unter dieſen guten, fröhlichen Menſchen die heiterſten Stunden ſeines Lebens; Heimfelds offener, biederer, und doch, wo es ſeyn mußte, eben ſo feſter, als ſonſt gefälliger
Charakter; Fränzchens— ſo hieß die niedliche
Hausfrau— Kindlichkeit, Munterkeit und Häus⸗ lichkeit; ihre nicht zur Schau geſtellte, und doch ſo zärtliche Mutterliebe, in welcher ſie Ferdinanden oft nur wie ein ſchöner, ſchützender Genius aus hö⸗ hern Regionen erſchien; die Anhänglichkeit, Geſund⸗ heit und manchmahl an Wildheit ſtreifende Lebhaf⸗ tigkeit der Kinder; die Treue und Anhänglichkeit des Geſindes, ſo wie wiederum die Vorſorge der Herrſchaft für jene— ſtellte ihm ein Bild der rein⸗ ſten, edelſten Glückſeligkeit vor, und der Gedanke,


