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5. ſtorialrath einen Wink erhalten hatte. Man ſuchte
ſich ſeiner, ſo bald nur möglich, zu verſichern, und
obſchon die dreyjährige Reiſe nicht in dem Plane
lag, ſo ſöhnte man ſich doch bald d amit aus, theils,
weil vorauszuſehen ſtand, daß Ferdinand ſeine Be⸗ ſoldung durch L. werde erheben laſſen, theils auch, weil man gar nicht abgeneigt war, Kiiheige Ju⸗ gend noch beſtmöglichſt zu genießen. Amalie verſag⸗
te ſich, verſteht ſich, m it gehöriger Vorſicht, nach
Ferdinands Abreiſe kein rauſchendes Vergnügen, und ihr Ruf war ſchon längſt gänzlich geſunken, als die⸗
ſer, durch den Glauben an ihre Tugend noch ſehr
glücklich, durch die heiligſten ſchriftlichen Verſiche⸗ rungen von ihrer Treue noch feſt überzeugt war. Der ausgebrochene ſchimpfliche Bankerott vollendete das tragiſche Luſtſpiel; Amalie warf ſich mit Freuden einem Spieler in die Arme, der ſie in die große Welt einzuführen verſprach.
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Ferdinand, ſehr zufrieden, bloß mit Verluſt ei⸗ nes Capitals von einem unglücklichen Ehebundniſſe,
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von Schande und Kummer befreyt worden zu ſeyn, warf ſich nun, um das falſche weibliche Geſchlecht
zu vergeſſen, mit dem größten Eifer auf ſein Stu⸗ dieren. Doch glückte es ihm weit beſſer, ſeinen Nah⸗ men in kurzem rühmlich bekannt zu machen, als die
Neigung für das Schönſte auf Erden? gänz lich zu unterdrücken.


