Teil eines Werkes 
4. Theil (1815) Ausgewählte Erzählungen
Entstehung
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„Ich gratulire Ihnen“

„»Was ich herzlich annehme“— ſchloß Heimfeld —„denn noch vor Jahresfriſt erhielten wir ſicher Aviſo, daß es mit dem Vater der weiland Gelieb⸗ ten wanke, daß die Frau Mutter in gar keinem vortheilhaften Rufe ſtehe, daß der Herr Baron auf Reiſen gegangen, und mein Schätzchen nachher mit einem verarmten Cammer⸗, ſodann wieder mit ei⸗ nem Kraut⸗Junker, Braut geheißen habe. Zuletzt, kurz vor meiner Abreiſe— denken Sie ſich ſelbſt unſer Erſtaunen!— ließ ihr Herr Vater nun bey uns eine freundliche Anfrage präſentiren, die wir aber, wie ſich verſteht, mit Proteſt zurückſchickten!*

»Sie reisten einen Monath früher, als wir, ab?“— fragte Ferdinand in Gedanken.

»Einen Monath, allerdings!—

„Nun ich gratulire nochmahls!*— verſetzte Fer⸗ dinand abbrechend—„Sehen Sie einmahl! iſt das dort nur eine Wolke, oder wäre es wirklich ſchon Land 2“

So ſehr ſich auch Ferdinand bemühte, einen ihn beunruhigenden Verdacht gänzlich zu verbannen, ſo ſehr er es ſich aus einander ſetzte, es könne ja unmöglich alſo ſeyn; ſo blieb doch von dieſem Ge⸗

ſpräch ein Stachel in ſeinem Herzen zurück. Einige Nebenumſtände trafen doch wirklich recht ſonderbar zu; im L- ſchen Hauſe hatte man ihn doch in der