Teil eines Werkes 
4. Theil (1815) Ausgewählte Erzählungen
Entstehung
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2 17 legen! Die einzige Tochter— der Vater Kaufmann — ein gutes, recht gutes Haus— ich werde mich erkundigen! Jetzt freylich iſt an Ernſt nicht zu den⸗ ken— doch, wie bald vergehen drey, vier Jähr⸗ chen! Anpochen laſſen könnte man immer vorläufig; denn die reichen, und dabey hübſchen Mädchen ge⸗ hen reißend ab!'

„Mein Papa iſt nicht gewohnt, ein Negoz lan⸗ ge aufzuſchieben. Die eingezogenen Nachrichten lau⸗ teten gut; er ließ—anpochen, durch einen Sen⸗ ſal, der als ſolider Unterhändler bekannt war; ich ſchwamm auf Roſenwolken der Hoffnung! Doch, 0 Jammer! o Entſetzen! o Höllenſchmerz! das Anpo⸗ chen war dießmahl umſonſt und Demoiſelle bereits die Braut eines Barons, vermuthlich des Herrn in der eihen Uniform!“

Darf man nicht fragen?“— unterbrach ihn Ferdinand⸗ und rutſchte ungeduldig auf der Schiff⸗ bank hin und her.

„Hören Sie das Ende!“— verſezte Heimfeld. —„Sie können leicht denken, daß ich mich anfäng⸗ lich dem eiskalten, kohlſchwarzen Tode mit Haut und Haar ergeben wollte, und treulich erfüllte ich ein Gelübde, wenigſtens in vier Wochen kein Bil⸗ lard zu ſpielen. Nach und nach aber goß die Zeit lindernden Balſam in mein verwundetes Herz. Ich fluchte einige Monathe, ſo oft ich einen Officier ſah; dann machte ich eine Reiſe nach Böhmen, und da ich zurückkam, war die Sache vergeſſen!“*

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