Teil eines Werkes 
4. Theil (1815) Ausgewählte Erzählungen
Entstehung
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Miniſter zugleich das Vertrauen, er werde ſich da⸗

gegen entſchließen, ſeinen Neffen auf einer Reiſe durch England, Frankreich und Italien zu beglei⸗ ten“— und die Geſichter der Zuhörerinnen ſchienen ſich ein wenig zu verlängern. Doch bald war man wieder gefaßt. Die Mutter hielt die Trennung der Liebenden freylich für hart, doch, bewandten Um⸗ ſtänden nach, für unvermeidlich; Amalie weinte an Ferdinands Bruſt Thränen der Freude und des Schmerzes zugleich; der Vater, den man endlich auch herzugerufen hatte, fand wenigſtens das gut, daß die Stelle, und vorzüglich die Beſoldung, ſo⸗ fort conferirt worden ſey.

So waren denn vor der Hand alle Theile zu⸗ frieden! Ferdinand nahm, zumahl da ihm der Neffe des Miniſters als ein ſehr geſitterer Jüngling be⸗ kannt war, beyde Anträge dankbar an. Man hielt für gerathen, die Verlobung bis zur Rückkehr ge⸗ heim zu halten. Die Liebenden ſchenkten ſich Ringe, Haarlocken, Gemählde, und von Amaliens Klagen, von der Mutter ſchönen Redensarten, von des Va⸗ ters Lehren über das Verhältniß der Münze gegen Papiergeld u. ſ. w. begleitet, ſtieg Ferdinand mit dem jungen Grafen G. in den Wagen.

Die Reiſe ging zuerſt nach Italien. Als die

Reiſenden zu Venedig in einem der erſten Hotels

abgeſtiegen waren, verwunderten ſie ſich nicht we⸗

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