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Ferdinand, von ihrem Anblick bezaubert, blieb ſchweigend in weiter Entfernung ſtehen, ohne be⸗ merkt zu werden.—„Ach wie meine Augen feuern!“ — ſagte Amalie im unſchuldigſten Tone vor ſich— „Wie entſetzlich werde ich ausſehen!— Erſt als ſie bas reiche, ſchön geflochtene Haar mit dem golde⸗ nen Dianenpfeile durchſtochen, und das verhüllende Tuch um ſich geſchlagen hatte, wagte es Ferdinand, ihr, wie erſt eintretend, guten Morgen zu ſagen, und ſie— breitete überraſcht, erſchreckend, beyde Arme gegen ihn aus, die doch alsbald wieder her⸗ abſanken.
Er entlockte ihr nun nach und nach durch ſanf⸗ te Beſorgniß das ihm ſchon von der Mutter anver⸗ trauke Geheimniß; ſeine Tröſtungen wurden im⸗ mer inniger, immer zaͤrtlicher, und ſchon ſchwebte auf ſeinen und Amaliens Lippen ein ſüßes Geſtänd⸗ niß, als der Wagen raſſelnd anfuhr, und die er⸗ röthende Geliebte unter den ſchmelzendſten Blicken ihn erinnerte, es ſey hohe Zeit, die Mutter nicht länger ohne Geſellſchaft zu laſſen. 8
Ziemlich verſtimmt ſtieg der Vater, liebreich die beyden jungen Leute betrachtend, die Mutter, zwiſchen Lächeln und Weinen getheilt, Amalie, mit klopfendem Herzen Ferdinand in den Wagen; aber, trotz des paradieſiſchen Morgens, trotz der arkadi⸗ ſchen Gegenden, worauf die Mutter mehrmahls auf⸗


