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eines fremden, Tonnen Goldes reichen Wechslers
um Amaliens Hand angehalten habe; daß der Ge⸗
mahl auf Eingehung dieſer Verbindung beſtehe; daß aber die Tochter— Gott möge es wiſſen, aus wel⸗ chen Gründen?— durchaus nichts hören und lieber ſterben, als ſich einem Manne aufopfern wolle, den
ſie nicht liebe.—„Nufen Sie Malchen ab, und re⸗
den Sie ihr zu, daß ſie vernünftig ſey“— ſchloß
Madame die Erzählung.—„Der Wagen muß gleich
da ſeyn; unfehlbar iſt ſie längſt mit der Toilette
„fertig.“.
Schon einige Augenblicke hatte die Dame ge⸗ endigt, und Ferdinand ſtand noch immer, ohne ein
Wort zu erwiedern, ohne zu gehen. Jetzt erſt ſprach ſein Herz deutlich, was es ihm ſo lange verſchwie⸗
gen hatte, und zum erſten Mahl ſtrömte ſein Blut
etwas unruhiger.—„Sie iſt Braut?“— fragte Zzer langſam, und ſah betroffen auf den Boden.
»So gehen Sie doch, lieber M.“— verſetzte
die Mutter lächelnd—„hätte ich doch nimmermehr
Ihre Freundſchaft für ſo warm, Ihre Theilnahme für ſo innig gehalten!“
DJetzt erſt beſann ſich Ferdinand, und ging tief⸗ ſinnig auf Amaliens Zimmer. Er klopfte; keine Ant⸗
wort. Er öffnete leiſe die Thür; die reitzende Freun⸗ dinn war noch nicht fertig, wie die Mutter geglaubt
Hatte. In der Fülle ihrer noch nicht völlig verſchlei⸗ erten Neitze ſtand ſie vor einem Putzſpiegel, und
trocknete ſich mit einem Tuche die Augen.
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