und freundlich nickend am Fenſter, bald traf er ſie auf einem der beyderſeitigen Lieblingsſpatziergänge,
bald lud man ihn zu einem Geburtstage oder andern
Familienfeſte ein; wie war es ihm möglich, die lie⸗ benswürdige Freundinn kaltſinnig zu vermeiden?
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Einſt an einem ſchönen Sommerabende brach⸗ te ihm das Stubenmädchen im L— ſchen Hauſe ein
Billet. Es war nicht von Amalien ſelbſt, ſondern
von ihrer Mutter, geſchrieben; man wünſchte auf
den morgenden Tag ſeine Begleitung bey einer Spa⸗ tzierfahrt nach A. Das Mädchen, ſonſt ein ſehr raſches, queckſil⸗
briges Weſen, ſah ihn, waͤhrend er las, einige Mahl
bedeutend an; dann fuhr ſie, wie verſtohlen, nach der Schürze, als gäbe es ein Thränchen abzutrock⸗
nen. Verwundernd fragte er nach der Urſache ih⸗
rer Traurigkeit; doch ſie wollte nichts verrathen.— „Ach mein armes Mamſellchen“— ſeufzte ſie nur wie vor ſich; und kaum hatte ier verſprochen, ſich einzufinden, ſo war ſie auch ſchon über alle Berge. »Nehmen Sie unſern innigſten Dank,“— be⸗ willkommte ihn des andern Morgens die Mutter— „daß Sie vorzüglich heute uns nicht verſchmäͤhen. Ich höffe nun gewiß, es wird alles gut!“ „Warum vorzüglich heute? und was ſoll gut
werden?“— entgegnete er mit Verwunderung. Madame unterrichtete in nun, Baß der Sohm


