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verwandte Familie des Kaufmanns L. eingeführtr worden, wo man ihm auf das freundſchaftlichſte entgegen kam. Zu einiger Vergeltung machte er ſichs⸗
zur Pflicht, die Lectüre der ſchon erwachſenen, ſehr reitzenden Tochter zu beſorgen, und dieß um ſo mehr,
weil der Vater von allem, was nicht zum Waaren⸗
cours gehörte, wenig Notiz nahm, und die Mut⸗ ter mit dem Stolze auf ehemahlige Schönheit einen hohen Grad von Leichtſinn, eine raſtloſe Sucht nach rauſchenden Vergnügungen verband.
Wenn Amalie— ſo hieß die Tochter— ſich öffentlich zeigte, ſah ſie ſich immer von einem Kreiſe ſchmeichelnder Bewunderer umgeben; doch ſo wenig. ihre mädchenhafte Eitelkeit dieſen Triumph ver⸗ ſchmähte, ſo ſchien ſie doch nur Ferdinanden einige Vorrechte einzuräumen.
Er bemerkte dieſe Auszeichnung anfänglich mit ſtiller Freude, betrachtete ſich gewiſſer Maßen als Amaliens Lehrer, und war weit entfernt, für ſein
oder Amaliens Herz hier Gefahr zu ahnen. Erſt, als einige ſeiner ältern Freunde ihn, bald ſcherz⸗ weiſe, bald ernſthafter, mit ſeinen öftern Beſuchen
im L-— ſchen Hauſe aufzogen, machte er ſich ein
srößere Wachſamkeit zur unerläßlichen Pflicht, ei
Entſchluß, den er doch nicht durchgängig auszufün ren vermochte! Wie ſehr er ſich auch ſträubte, gab es doch bald ein Buch abzuhohlen, bald ein neuen Almanach zu überbringen; bald ſtand A 4 i. Hiähend.⸗ wie der daneben ſtehende Roſenſt⸗


