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F. rdinand M. hatte von ſeinen Altern einiges Vermögen ererbt, und gehörte daher zu den Bé⸗ günſtigten, die ihre akademiſchen Jahre ohne bäng⸗ liche Beſorgniſſe, ohne Erniedrigung, verleben kön⸗ nen. Sein gebildeter Verſtand, ſein ausgezeichne⸗ ter Fleiß, erwarb ihm die Achtung ſeiner Lehrer und Bekannten, ſo wie ſein makelloſer, gefälliger Charakter den Zutritt in die Geſellſchaften der Vor⸗ nehmern.
Schon hatte er, ohne jemahls von ſemnen, ziem⸗ lich ſtrengen Grundſätzen im mindeſten abzuweichen, ſeine Studien, wie man das zu nennen pflegt, vol⸗ lendet, und nur ſeine gefaßte Vorliebe für das aka⸗ demiſche Leben, nur der Wunſch, ſich demſelben ganz zu widmen, hielten ihn noch zurück; als, ganz wi⸗ der ſein Wiſſen und Wollen, eine zärtliche Neigung ſich ſeines Herzens bemeiſterte.
4 Er war durch den Conſiſtorialrath H., den er bey zunehmendem Alter in ſeinen Arbeiten unter⸗
35 ſtützte, ſchon vor miges Jahren in die, demſelben 4 5 A.
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