ſpannt, als der gluͤckliche Henarez aus dem ſuͤßeſten Schlummer erwachte. Er ſuchte die Ge⸗ liebte, aber ſie war ſchon entflohen; nur der Myrtenkranz und die braͤutliche Buſenbinde lagen ihm zur Seite. Er rief ihren Rahmen— und in demſelben Augenblicke ſah er ſie uͤber ſich ſchweben, doch verſchleyert.
„Wohin, Geliebte?— liſpelte er zitternd, und breitete ſeine Arme gegen ſie aus. 1
„In die Heimath nach Oſten!d— antwor⸗ tete die ſuͤßeſte Stimme.—„Aber traure du nicht„ theurer Medor! Mein Bild bleibt in deinem Her⸗ zen und in deinen Armen zuruͤck!”*
Die Erſcheinung luͤftete ein wenig den Schleyer und zeigte ihre ganze verklaͤrte Geſtalt;. ein ſuͤßes Schmachten drang zu Henarez. Bruſt, und eine ſonderbare Trunkenheit ſenkte⸗ ſich auf ſeinen Blick, die ihn nie wieder verließ; noch ein Mahl breitete er die Arme aus, und verſchwunden war Alles. Nur eine goldene Wolfe erfullte das ganze Gemach.
Ungewiß, ob er gewacht, oder getraͤumt
habe, ſtand er ſchnell auf, und forſchte bey der harrenden Regerinn nach ihrer Gebieterinn. Sie⸗
zeigte ihm ben Weg nach dem Waſſerfalle, und noch ehe er dort anlangte, kam ihm Medora⸗ mit einem friſchen Kranze entgegen.
„Ich
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