279 bare Beklemmung abmerken zu laſſen, mit ſeiner Geliebten ſchnell in die freye Luft.
—Bꝑ
Es gelang Henarez, ungeachtet der ange⸗ ſtrengteſten Bemuͤhung nicht ganz, ſeine Zer⸗ ſtreuung, ſeine ſcheue Aengſtlichkeit zu verbergen. Selbſt Medora und Jrene ſchienen etwas, ja wohl gar etwas naͤheres, wenigſtens zu ahnen. Gegen Abend ſchlugen ſie einen Spaziergang nach dem Marmorbrunnen vor, und Mariani wandte, um keinen Zeugen ihrer Unterredung abzugeben, eine Abhaltung vor.
Jetzt, da ſich fuͤr Henarez an Medora's Arm alle Bilder der ſchoͤnſten Tage ſeines Lebens erneuten, traten auch bald die bezauberndſten Hoffnungen vor ſeine Seele, und ſeine Heiter⸗ keit wuͤrde keine Gräͤnzen gehabt haben, waͤre bey jenen Erinnerungen nicht auch das Anden⸗ ken an Medora's erſtes Erblicken in der Um⸗ armung eines Luftbildes wieder erwacht, welches ſeinem Entzücken eine gewiſſe Feyerlichkeit und ungewoͤhnliche Heftigkeit beymiſchte.
„Was iſt dir?5— redete ihn endlich Me⸗ dora mit hinreiſſendem, um Liebe werbenden Blick an, indem ſie ſeine Hand zaͤrtlich an ihre
Bruſt drückte.—„Entdecke mir, deiner Gattinn, und unſerer edlen Freundinn, was auf deiner N 2


