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Jetzt kniete Henarez und Medora ooll inniger Ruͤhrung auf die Altarſtufen, und mit tiefer Stimme ſprach Mariani die Worte der Weihe uͤber ſie aus.
Sie wechſelten die Ringe, erhoben ihre Haͤnde, um ſie in einander zu legen,— da duͤnkte es Henarez, als bewege der Engel des Altargemaͤhldes die Fittige, als erhebe ſich von ihm ein weißblaͤnlicher Schimmer, balle ſich in bald lichtere, bald dunklere Kreiſe, ſchwebe einige Augenblicke an der Deffnung der Kuppel, und ſenke ſich dann langſam auf Me⸗ dora berab.
Erſchrocken heftete er feſter ſein Auge auf fie; ſie ſchien etwas bleich, ihr Auge halb ge⸗ brochen; doch blitzte ihr Myrtenkranz wie ein Diadem von Smaragden, ihr Buſenguͤrtel flammte gleich feurigen Rubinen, und auf ihrem Kleide wogten helle Streifen, mit Sternen durch⸗ ſchimmert, hin und her; und als ſie, wie von einer Ohnmacht befangen, ihm die Hand reichte, da ſchwebte, licht, wie der Abglanz des Mondes auf Schneegefilden, noch eine andere Lilien⸗ hand daneben, gleich einem luftigen Schatten.
Henarez konnte, ſo ſehr er auch alle ſeine Faſſung aufboth, kaum das Ende der Ceremonie abwarten, und eilte dann, ohne ſich ſeine ſonder⸗


