Teil eines Werkes 
2. Theil (1815) Ausgewählte Erzählungen
Entstehung
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256 dich fortgepflanzt. Ein kleines Capital, das deine Mutter von ihrem Nadelgelde erſpart hatte, war das Einzige, was ſie dir mitgeben konnte.“ „Deine Mutter lebte ungefaͤhr vier Jahr lang in ihrem einſamen Gefaͤngniſſe, und ward wider ihren Willen daraus geriſſen, um mit dem ge⸗ dachten Fuͤrſten vermaͤhlt zu werden. Sey es, daß er von ihrer fruͤhern Verbindung nichts erfahren

hatte, oder daß er, um nür einen Erben zu er⸗

zielen und ſeinen Lehnsvettern weh zu thun, die⸗ ſes uͤberſah, genug, die ſchon fruͤher verabredete Heirath wurde vollzogen. Jetzt erſt gelang es ihr durch Liſt oder durch unaufhoͤrliche Bitten, eine alte, ihr zur ſtrengen Aufſicht mit gegebene Tante zu entfernen, oder ſie zu der ſtets verweigerten Erlaubniß zu bereden, dich ihre geliebre Tochter,

Aamahl zu ſehen. Veelleicht ſchwebt dir hiervon noch eine dunkle Erinnerung vor.

„Ein Geſchenk, daß du mir zuruͤck brachteſt, mußte ich aus Vorſicht dir damahls entziehen. Du empfaͤngſt es wieder mit dieſen Zeilen, nebſt noch einigem, was ich ſpaͤterhin von deiner Mut⸗

ter zugeſchickt erhielt. Dieſe iſt wenige Jahre

nach ihrer zweyten Ver maͤhlung ein Opfer ihres Grams geworden.“

„Meine Augen ſind zu ſchmach, meine Hand zittert zu ſehr, um uͤberfluͤſſige Worte zu machen.

Lebe fromm und tugendhaft, ſo wird der Segen

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