Teil eines Werkes 
2. Theil (1815) Ausgewählte Erzählungen
Entstehung
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gene anhaltende Spannung, das Harmonikaſpiel mit ſeinen ſchauerlichen Umgebungen, vielleicht eine wenig bedeutende Erkaͤltung in der Nacht⸗ luft, vielleicht auch der Geruch einiger Roſen, die ſich, ihr unbemerkt, unter den uͤbrigen Blu⸗ men auf der Tafel befunden haͤtten, moͤge ihr dieſe, ganz gewiß unbedeutende Unpaͤßlichkeit zu⸗ gezogen haben. Dagegen erwaͤhnte ſie ihres Trau⸗ mes von der Roſe, der ſich allem Anſcheine nach geſtern auf das lebhafteſte in ihrer Seele erneu⸗ ert hatte, mit keiner Sylbe, und eben deßhalb fuͤrchtete Alwill, durch Edwards Erzaͤhlung mit hangen Ahndungen erfuͤllt, gerade das Schlimmſte. 1 Er traf auf das ſorgfaͤltigſte alle Veranſtal⸗ tungen, die zu Mally's Pflege und Wiederher⸗ ſtellung dienen konnten, ward aber in ſeinen aͤngſtlichen Vermuthungen nunenoch mehr be⸗ ſtaͤrkt, als der er fahrne Arzt, den er ſagleich ſelbſt aufſuchte, bedenklich die Achſeln zuckte und aͤußer⸗ te, wahrſcheinlich müſſe hier irgend eine heftige Gemüͤthsbewegung zum Grunde liegen; man

dern muͤſſe mit der groͤßten Behutſamkeit zu Werke gehen.

Noch denſelben Nachmittag ging Alwill wie⸗ der zu Mally. Die Vorherſagung des Arztes ſchien ſich zu beſtaͤtigen; Mally lag in fliegender Hitze. Der Liebende ſowohl, als ſein theilneh⸗

dürfe die Krankheit nicht zu leicht anſehen, ſon⸗

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