Teil eines Werkes 
2. Theil (1815) Ausgewählte Erzählungen
Entstehung
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ihnen erwachte, weiß ich mich auf nichts zu be⸗ ſinnen, als daß ich mich ruhig und unbeſchreib⸗ lich wohl befand. Vergeben ſie mir die verur⸗ ſachte Unruhe, ich fuͤhke, daß ich gefehlt habe— und doch kounte ich nicht anders, auch wenn ich gewollt haͤtte. Ich glaube, ſollte ich je die locken⸗ den Toͤne wieder hoͤren, ich muͤßte ihnen nach, und zoͤgen ſie mich in ein offenes Grab!“*

„Lady Herſilia und alle, die von der Fami⸗ lienſage wußten, waren uͤber Malvina's Er⸗ zaͤhlung nicht wenig betroffen, zumal da die Lady insgeheim verſicherte, ihre Nichte habe nie etwas von der geheimnißvollen Roſe erfahren. Die uͤbri⸗ gen hielten das liebe ſtille Maͤdchen ſuͤr„doppel⸗ ſichtig“ und waren um ſie ſehr bekummert. Doch gab man ſich Muͤhe, meiner Schweſter jede Furcht zu verbergen. Man ſuchte ſie zu uͤberreden, die vermeintliche Erſcheinung ſey irgend eine Fremde geweſen, die vermuthlich die Hoͤhle auch beſucht, und ihr eine irgendwo abgebrochene Roſe aus gut gemeinter Zuneigung angeboten habe. Mak⸗ vina ſtellte ſich, als glaube ſie dieß, und bat, des unangenehmen Vorfalls nur gar nicht weiter zu erwaͤhnen.“

„Die Beſorgniß, die man ihretwegen ge⸗ habt hatte, ſchien bald ganz ohne Grund. Man bemerkte an ihrem Beſſern faſt keine Veraͤnde⸗ rung; nur wenn ſie ſich allein glaubte, ſchien ihr