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ſelbſt zu einer Schwaͤche hingeriſſen, welche ei⸗ nen Verkuͤnder erhebender Nachrichten nicht zie⸗„ met. Mit gerechtem Mutterſtolze konnten ſie laͤngſt auf den Seelenadel, auf die innere Hei⸗ dengroͤße ihrer Soͤhne blicken; aber das Ver⸗ dienſt dieſer Soͤhne iſt nun auch vor aller Angen belohnt worden! Der große Churfuͤrſt hat den Grafen Carl zum Oberſten eines Infanterie⸗ Regiments, den Grafen Dietrich zum Ober⸗ ſten eines Regiments Dragoner ernannt“—
„Dank, lieber Canitz“— antwortete Sophie leiſe—„nun weiß ich alles! Ich bin ergebeny——,
Ihr erzwungener Heroismus verließ ſte. Die auf das Geſpraͤch ſchon vom Anfange an aufmerk⸗ ſame Doris eilte zaͤrtlich beſorgt herbey, und fuͤhrte die ihr in den Arm ſinkende Graͤfinn in ein Nebenzimmer.
Nun mußte ſich Canitz noch dem zweyten Theile ſeines Auftrages unterziehen, und der jungen Braut die Befoͤrderung ihres Geliebten, aber zugleich den bevorſtehenden Abmarſch, hin⸗ terbringen. Das Fraͤnlein, ſo innig gewogen ſie ihrem Braͤutigam war, ſchien doch nur einer ſanften, duldenden Leidenſchaft faͤhig; der Kum⸗ mer ihrer muͤtterlichen Freundinn beaͤngſtigte ſie dem Anſcheine nach mehr, als ihr eigener; ſie verglich ihr Schickſal mit dem vieler ihrer Mit⸗ ſchweſtern, und machte es Canitz leicht, ſie zu


