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rer Erheiterung, oder um einen alten Freund
zu beſuchen, kleinere oder groͤßere Reiſen. Auch dieſes Mahl hatte ihn der Zufall in
das nahe gelegene Berlin und mit ſeinen theueren
Freunden, Carl und Dietrich, zuſammen gefüͤhrt.
Er fand dieſe zwar uͤber eine kuͤrzlich erhaltene Befoͤrderung ſehr vergnuͤgt, und von der Aus⸗
ſicht auf den bevorſtehenden Feldzug hochbegei⸗
ſtert, aber auch uͤber die Art, wie der kraͤnkeln⸗ den, ſo heißgeliebten Mutter dieſe von ihr ge⸗ fuͤrchtete Nachricht zu hinterbringen ſey, in die quaͤlendſte Beunruhigung verſetzt. 3
„Da waͤren wir ja ganz zur rechten Zeit gekommen, liebe Doris!“— ſagte der Zartfuͤh⸗ lende—„Seyd unbeſorgt, ihr guten trefflichen Soͤhne, die ich mit Cleobis und Biton*) vergleichen moͤchte! Welchen ſchoͤneren Beruf gaͤb es fuͤr die Freundſchaft, als d en einer troͤ⸗ ſtenden Vermittlerinn? Nicht war, Doris, du reiſeſt mit 2⁰
*) Dieſe ſpannten ſich, da ihre bejahrte Mutter, eine Prieſterinn der Juno, zu dem Tempel fahren wollte, und die Stiere ausblieben, ſelbſt vor den Wagen, und
zogen ſie dahin, ungeachtet der ziemlich weiten Ents fernung. Die Mutter bethete zur Göttinn, ihre Söhne für ihre kindliche Liebe auf's ſchönſte zu belohnen, und fand die Zünglinge bey ihrer Zurückkunft aus dem Tem
pel umarmt verſtorben⸗


