Teil eines Werkes 
2. Theil (1815) Ausgewählte Erzählungen
Entstehung
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27 chen, ſein Andenken ehrenden Blaͤtter ihren kur⸗ zen Fruͤhling verlebt haben?

Die Liebenswuͤrdigkeit ſeines Charakters„ ſo wie ſeine Verdienſte als Geſchaͤftsmann und Dich⸗ ter, finden ſich in ſeinen eigenen und ſeiner Zeit⸗ genoſſen Schriften; zu unſerer Erzaͤhlung ge⸗ hoͤrt nur ſo viel, daß dieſer durch die Muſen und

den Beſuch fremder Laͤnder auf das Edelſte aus⸗

gebildete Mann, von deſſen warmem, wahrhaft adeligem Gefuͤhle fuͤr Freundſchaft die ruͤhrend⸗ ſten Zuͤge ſich vorfinden*), wie mit den Treff. lichſten des In⸗ und Auslandes, alſo auch mit den jungen Grafen Dohna und der verwitweten Graͤfinn, durch die Bande gegenſeitrger Zunei⸗ gung verbunden war.*

So oft die Angelegenheiten des Hofes ſeine Entfernung geſtatteten, zog er ſich auf ſein laͤnd⸗ liches Sorgenfrey, Blumenber g**), zuruͤck, um an der Seite ſeiner reitzenden Gemahlinn und ihrer Kinder die reinſten Freuden des Le⸗

bens zu genießen; oft auch unternahm er zu ih⸗

*) Seine treue, durch kein Verhältniß abgeänderte Freund⸗ ſchaft mit dem Licentiat der Rechte, Nicolaus Zapffe, deſſen Bekanntſchaft er auf der Univerſität Leip⸗ zig gemacht hatte, iſt der ſprechendſte Beweis hiervon.

**) Zwey Meilen von Berlin gelegen. Es wurde im Jahre 1095, kurz vor ſeiner Doris Tode, duech einen Brand faſt ganz in Aſche gelegt.

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