ler, wie der kleinlichen Neckerey des Neides, ent⸗ nommen, dann erhebt an euerem Grabe das Ge⸗ ruͤcht noch ein Mahl ſeine feile Stimme, um der ſtaunenden Welt zu verkuͤnden, nie werde euer Lorber welken, dauern werde euer Ruhm, gleich den ewigen Sternen des Firmamenis! Gutmu⸗ thig glauben das vielleicht die Soͤhne der euch
gleichzeitigen Vaͤter auf das Wort; aber ſie ſin⸗
ken dahin;;Werfeinerung, auch nur Veraͤnderung der Sprache und des Geſchmackes, laſſen das Vergangene veralten, und der Urenkel, dem ir⸗ gend ein Zufall die Reliquien euerer ſeligſten Stunden in die Hand ſpielt, betrachtet ſie mit
derſelben Miene ſpoͤttelnder Ehrerbiethung, wie
die Alongen⸗Perruͤcken und Fontangen der modern⸗ den Ahnenbilder!
Doch auch den Urenkel und eine Folgereihe ſeiner Abkömmlinge ereilt das Schickſal; ein Voͤl⸗
kerſturm faͤhrt dahin uͤber den Erdboden; allge⸗ meine Verheerung verſchuͤttet, gleich einem La⸗ vaſtrome, die lebendige Sprache. Vielleicht ſind euere unſterblich gegriefene Nahmen und Geſaͤnge nun begraben auf ki ig— wer bürgt uns, daß Aegypter und Phoͤnzeier, daß laͤngſt vergeſſene Nationen, nicht auch ihre Homere und Oſſiaͤne beſatzen?— vielleicht auch findet man einſt euere
geiſtigen Ueberreſte in irgend einem verborgenen Erdwintel, in einem neu aufgegrabenen Pompeji⸗
„ Die


