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ter ein Donnerſchlag. So gewohnt ſie es ſeyn mußte, das Leben ihrer Soͤhne immer in Gefahr, und ſich ſelbſt als vielleicht voͤllig verwaiſet anzu⸗ ſehen; ſo fuͤhlte ſie doch dieß Mahl eine ſonſt nie gewohnte Beaͤngſtigung, und, die Behuthſam⸗ keit, mit welcher die Ausdruͤcke des Briefes ge⸗ waͤhlt waren, verzuͤglich das Stillſchweigen uͤber die Hauptſache, war ihr Beweiſes genug, daß ihre Soͤhne auch diesß Mahl dem Feldzuge bey⸗ wohnen wüͤrden. So ſehr die ſelbſt nichts hof⸗ fende Maria ſich bemuͤhete, immer nur die letz⸗ ten Worte des Briefes geltend zu machen, ſo furchtlos waren doch alle dieſe Verſuche.
Nach einer ſchlafkoſen Nacht, faßte die Graͤ⸗ finn, da eben zum Gottesdienſte gelaͤutet wurde, den Entſchluß, in den huͤlfreichen Armen der Re⸗ ligion Troſt und Staͤrkung zu ſuchen; Maria begleitete ſie, wie immer, alſo auch heute in die Capelle. In der That empfand Sophie waͤhrend des Geſanges und der Predigt einige Linderung; doch konnte ſie es ſich nach beendigtem Gottes⸗ dienſte nicht verſagen, die Gruft ihrer Kinder zu beſuchen.„O, ſie alle,— ſagten ſie zu dem ihr folgenden Fraͤulein—„ſtarben nicht unter mei⸗ ner Pflege, nicht in meinen Armen; ſollte des Allguͤtigen Rathſchluß auch uͤber die letzten ein Gleiches verhaͤngen?n— Maria ſchuͤttelte nur


