18 derung, erhielt die beſtimmteſte Zuſage! Sie dankte mit heißem Gebethe der Vorſicht, und ſahe, da ſie an der Einwilligung von Maria's Vater nicht zweifeln durfte, eine der letzten und ſehn⸗ lichſten Hoffnungen ihres Lebens in ſchoͤne Er⸗ fuͤllung gehen.
Bey ſo vorbereiteten Herzen der beyden fuͤr einander Beſtimmten ward es der Graͤfinn leicht, ſie einander naͤher zu bringen. Graf Carl geſtand mit aller Waͤrme eines edlen maͤnnlichen Herzens der erroͤthenden Maria ſeine ſchon ſeit Jahren gehaͤgte, ſelbſt im Getuͤmmel der Schlacht nie von ihm gewichene Leidenſchaft; Maria ver⸗ ſicherte ihn mit jungfraͤulicher Beklommenheit ihrer ſchon frühern, ſiets ſchweſterlichen Zunei⸗ gung, und reichte ihm mit hervorbrechenden Shraͤnen zum Zeichen ihrer Einwilligung die Hand.
Von nun an ſchwebte Carl in einem Him⸗ mel von Freuden, und eilte, indeß die Graͤfinn und Maria Briefe nach London abgehen ließen, dieß frohe Ereigniß vor allen Dingen dem gelieb⸗ ten Bruder zu melden, ohne deſſen Mitgenuß er kein Glück fuͤr vollkommen hielt.
Graf Dietrich antwortete eben ſo ſchnell. Jedes Wort, das er ſchrieb, war der ſprechendſte Beweiß ſeines bruͤderlich theilnehmenden, hoch⸗ erfreuten Gemuͤthes. Er fuͤgte die Nachricht hinzu,


