Teil eines Werkes 
2. Theil (1815) Ausgewählte Erzählungen
Entstehung
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. 27 gegen und ſelbſt die Ordͤnung der Natur, die ihn zum aͤltern Bruder gemacht hatte, ſelbſt der Zufall, durch welchen ihn um dieſe Zeit von ei⸗ nem mütterlichen Verwandten die ſouveraine Herrſchaft Vianen*) zufiel, verſprachen ihr eher Gewaͤhrung.

Sie machte damit den Anfang, ihre liebe Geſellſchafterinn Maria, die ſie ſich vor allen Maͤdchen zur Schwiegertochter wuͤnſchte, uͤber ihre Geſinnungen gegen den Grafen Carl auszufor⸗ ſchen. Dieſe kannte keine groͤßere Gluͤckſeligkeit, als jeden Wunſch der verehrten Freundinn zu er⸗ fuͤllen. Sie ſchwieg einige Augenblicke, und ſuchte dann der Graͤfinn ihre Dankbarkeit fuͤr ihre muͤtterliche Guͤte auf jede Weiſe zu erkennen zu geben. So glaubte denn Sophie bey dieſer Sache voͤllig gewiß zu ſeyn!.

Die bald darauf erfolgte fruͤhere Ankunft des aͤltern Bruders gab der Graͤfinn Gelegenheit, den entworfenen Plan weiter zu verfolgen. Auch dieſem entdeckte ſie ihre muͤtterlichen Wuͤnſche, nannte Maria— und fand die freudigſte Erwie⸗

*) In der Provinz Holland gelegen. Graf Carl Emil er⸗ erbte ſie nach dem Ausſterben der Grafen Brederode. Späterhin gelangte ſie an einen Grafen von der Lippez deſſen Enkel trat ſie an den Grafen von Horn⸗ geſchab, der ſie wiederum im Jahre 1225 für 000,000 Gulden an die Staaten von Holland verkaufte.