Teil eines Werkes 
2. Theil (1815) Ausgewählte Erzählungen
Entstehung
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um es je wieder daraus verſchwinden zu laſſen; die von Zeit zu Zeit wiederhohlten Beſuche, bey welchen die reitzende Jungfrau dem Zuge ihres theilnehmenden, ſchweſterlich fuͤhlenden Herzeus ſich ganz unbeſorgt uͤberließ, fachten in dem ver⸗ ſchwiſterten Kleeblatte eine ihm ſelbſt unbekannte Leidenſchaft an, deren Gluth die Eintracht der trefflichen Bruͤder mit den furchtharſten Pruͤ⸗ fungen bedrohete.

Wie die Umwohner eines Vulkans ſich uͤber

ihre geſegneten Saaten freuen, nicht ahndend, daß das verſchloſſene Element, das dieſe Frurchtbarkeit hervor bringt, vielleicht bald ſeine Bande ſpren⸗ gen, und ihre Huͤtten und Herden verzehren werde, ſo freuete ſich auch die Graͤfinn Sophie dieſer wechſelſeitigen Anhaͤnglichkeit; ſie fahe in dieſer Bluͤthe nur die Frucht eines laͤngſt gehaͤg⸗ ten Wunſches heran reifen!

Ihr Alter und ihre zunehmende Kraͤnklich⸗

keit hatte in ihr ſchon ſeit einigen Jahren das 8 Verlangen erzeugt, wenigſtens einen ihrer Soͤhne

verheirathet zu ſehen, und ihn durch dieſe liebe⸗ vollen Bande von der allzu weit gehenden Ehr⸗ ſucht, die das Mutterherz unaufhoͤrlich fuͤr das Bruͤderpaar zittern machte, in etwas zuruͤck zu ziehen. Sie kannte das groͤßere Feuer des juͤn⸗ gern Dietrichs zu gut, als auf dieſen ihre Hoff⸗ aung zu ſetzen; Carſs ſanfteres Gemuͤth hin⸗

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