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groß, zu edel, um ſich ungerührt von einem Unglück⸗ lichen abzuwenden.“
„Beſonders wenn ein ſo ſchöner Mund ſich für ihn verwendet“, erwiderte der Kaiſer mit einem Lächeln. „Gehen Sie, mein Kind“, fuhr er zu Anna gewendet fort, indem er noch einmal mit dem Ausdruck eines großen Wohlwollens in deren verklärtes Geſicht blickte, „gehen Sie, ich hoffe, Sie werden befriedigt in Ihre Heimat zurückkehren. Laſſen Sie, nicht mir gebührt Ihr Dank, ſondern hier dieſem Engel voll Güte und Liebenswürdigkeit, welchen Sie ſich zu Ihrem Fürſpre⸗ cher auserwählt haben. Faſſen Sie Muth, ich denke, Conſtantin wird an Galanterie mir nicht nachſtehen, und das Uebrige ſollen Sie durch meinen Staatskanz⸗ ler erfahren.“
Der Leſer kann ſich wohl denken, mit welchen Ge⸗ fühlen Anna nach ihrem Hotel zurückkehrte.
„Jetzt iſt Alles gut, jetzt ſind wir glücklich!“ rief ſie, ihrem Bruder in die Arme fallend.
„So iſt alſo Zubow begnadigt?“
„In dieſem Augenblick noch nicht, aber er wird es werden, dafür ſtehe ich Dir. Geſchwind, laß die Kof⸗ fer packen, ich möchte keine Minute länger hier ver⸗ weilen, als nöthig iſt; mein Herz ſehnt ſich nach Sarlaa zurück.“


