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„Ich nicht“ antwortete die Kaiſerin ſanft, und ihre Augen floſſen dabei über,„ich nicht, aber meine ge⸗ liebte Schweſter, unſere unglückliche Friederike thut dies.“
„Aber es iſt ja nicht möglich“, ſtammelte der Kaiſer, indem er gerührt in die feuchten Augen ſeiner Gemah⸗ lin blickte.
„Und was ſteht in dieſem heiligen Buche?“ fragte Eliſabeth, indem ſie auf das Schreibpult des Kaiſers zuſchritt, auf welchem die Bibel aufgeſchlagen lag, in welcher dieſer ſeiner Gewohnheit gemäß vor ihrem Eintritt geleſen hatte.„Steht darin nicht geſchrieben: „Vergebet, ſo wird euch wieder vergeben?«“
„Allerdings, aber Zubow hat ſich ſchwer vergangen, er iſt Mitglied eines geheimen Bundes geweſen.“
„Nun“, rief Eliſabeth heiter,„ſind denn Eure Ma⸗ jeſtät nicht ſelbſt der größte Revolutionär in Ihrem Reich? Stellen Sie denn nicht ſelbſt die Aufklärung und die Handhabung freiſinniger Ideen als ein ge⸗ rechtes Verlangen der Zeit auf, und wünſchen Sie denn ſelbſt nichts ſehnlicher, als Jedem, ſelbſt dem Geringſten, ſein Recht angedeihen zu laſſen?“
„Allerdings wünſche ich dies“, entgegnete der Kaiſer, nallein der hier in Rede ſtehende Fall paßt nicht dazu.“ „Und dennoch appellire ich an den Edelmuth mei⸗


