Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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Stimme,„indem ich hierher kam, lag es gewiß nicht in meiner Abſicht, den Schmerz über dies tragiſche Er⸗ eigniß von neuem bei Ihnen aufzufriſchen. Aber meine Schweſter hat mir ein heiliges Vermächtniß hinterlaſ⸗ ſen, und ich habe gelobt, mit Ihrer Hülfe und Ihrer unerſchöpflichen Güte daſſelbe zu erfüllen.“

„Das klingt ja ſehr feierlich“, bemerkte der Kaiſer. „Wollen Eure Majeſtät geruhen, ſich deutlicher auszu⸗ ſprechen?“

„Betrachten Sie dieſes Kind— es fühlt ſich ſehr unglücklich.“

Der wohlwollende Blick Alexander's heftete ſich auf Anna.

„Dieſe junge Dame liebt einen Mann, welcher ſich einſt ſchwer gegen Eure Majeſtät vergangen hat.“

„Gegen mich?“ rief der Kaiſer.„Gott mag es ihm verzeihen!“

„Nicht eigentlich gegen Sie“, fuhr Eliſabeth fort, „ſondern gegen ein Mitglied Ihrer Familie, gegen den Großfürſten Conſtantin. Der Graf Zubow—“

„Ha, Zubow!“ ſagte Alexander lebhaft und ſein Antlitz verfinſterte ſich.„Eure Majeſtät wollen doch nicht eine Fürbitte für einen Mann einlegen, der im geheimen conſpirirte und meinen Bruder mit dem De⸗ gen bedrohte?“