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blick gegen mich benommen“, bemerkte voll dankbarer Rührung das junge Mädchen.
„Du meinſt den Brief an ihre Schweſter, die Kai⸗ ſerin von Rußland, über welchen Du mir Mittheilung machteſt, als Du mir Deine Abreiſe von Stockholm anzeigteſt? Ja, das läßt einen recht tiefen Blick in ihr reines, edles Herz thun! Nun, liebe Anna, Du weißt, daß ich einer Verbindung zwiſchen Dir und dem Grafen nicht entgegen bin; ich habe denſelben als einen Ehrenmann kennen gelernt, und ich glaube, Du wirſt in ihm bei Deiner Pilgerſchaft durchs Leben eine treue und liebende Stütze finden.“
„Gott mag mir beiſtehen, dieſe Aufgabe nacj Kräften zu löſen“, bemerkte der Graf mit Wärme; „mein Wille iſt dabei gewiß der reinſte und wärmſte.“
„Man muß ſich gegenſeitig unterſtützend entgegen⸗ kommen“, ſagte der Veteran;„bei aller Liebe iſt der Eheſtand doch auf die Proſa des Lebens berechnet. Aber mitten in dieſer Proſa fehlt es auch nicht an herrlichen Knospen und Blüten, wenn diejenigen, welche beſtimmt ſind, Hand in Hand durch das Leben zu gehen, dieſelben hervorzurufen verſtehen. Jetzt han⸗ delt es ſich freilich zunächſt um die Frage, welche Schritte gethan werden ſollen, um durch den Brief der Königin einen möglichſt günſtigen Erfolg zu erlangen.“


