Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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mit mir kämpfen, obgleich Sie es eigentlich nicht ver⸗ dienen, daß Ihretwegen auch nur ein Tropfen Blut fließt!“

Mademoiſelle Leontine lachte höhniſch auf.

„Wir werden ja ſehen“, rief ſie.„Der Major iſt ein Gentilhomme, hüten Sie ſich!“

In dieſem Augenblick öffnete ſich die Thür und Herr von Skiöldebrand trat ein.

Befremdet ſtutzte er, als er Cederſtröm erblickte, welcher ihm grimmige Zlicke zuſchickte, aber Leontine ließ den beiden Herren gar keine Zeit, Worte mit ein⸗ ander auszutauſchen. In der Verſtellung geübt, brach ſie in erkünſtelte Thränen aus, ſtürzte auf den Major zu und rief, die Verzweifelte ſpielend und die Hände ringend:

„Mein Gott, ich zittere wie ein Blatt! Retten Sie mich vor dieſem Barbaren, vor dieſem Ungeheuer!“

„Darf ich mir eine Erklärung erbitten?“ ſagte Herr von Skiöldebrand, höflich zu Cederſtröm gewendet.

„Ich glaube gar“, lachte dieſer wild auf,„Sie ver⸗ langen, daß ich Ihnen Rede ſtehen ſoll!“

„Allerdings werden Sie mir Rede ſtehen“, antwor⸗ tete der Major gereizt.

„Herr“, rief der Baron,„Sie vergeſſen ganz und gar, wem Sie gegenüber ſtehen! Ich bin Cederſtröm,