Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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ſtigen, ſo werde ich den Schutz der ruſſiſchen Geſandt⸗ ſchaft gegen Sie anrufen.“

„Hahaha! Das iſt in der That köſtlich! Glauben Sie etwa, die Geſandtſchaft iſt dazu da, um Sie in der ungehinderten Ausübung Ihrer galanten Aben⸗ teuer zu ſchützen? Und halten Sie mich etwa für einen Dummkopf, ſchöne Julie? Glauben Sie etwa, ich wüßte nicht, welche Verabredung Sie mit dem Ma⸗ jor Skiöldebrand getroffen haben? Sie erwarten ihn hier, damit er Sie in die Oper führen ſoll, und nach der Oper werden Sie mit ihm unter vier Augen ſou⸗ piren.“

„Und was geht das Sie an?“ fragte in einem her⸗ ausfordernden Tone die Franzöſin.

„Was es mich angeht? Tod und Teufel!“ rief Ce⸗ derſtröm, deſſen rohe, wilde Natur ſich jetzt in ihrer ganzen Stärke geltend machte.„Tod und Teufel, ich werde Ihnen zeigen, was es mich angeht! Zufällig habe ich ſo etwas für Sie empfunden, was man im gewöhnlichen Leben Liebe nennt, und Ihre Untreue hat meinem Herzen eine Wunde geſchlagen, welche mehr brennt, als ich vermuthete! Kurz und gut, ich gebe Sie nicht freiwillig los; ſtatt in die Oper zu fahren, wer⸗ den Sie hier bleiben und mir Geſellſchaft leiſten, und iſt Ihr neuer Ritter damit nicht zufrieden, ſo mag er