185
„Vor allem, mein Herr, bitte ich von jetzt an jede vertrauliche Bemerkung beiſeite zu laſſen. Sie er⸗ blicken nunmehr wieder Mademoiſelle Leontine d'Ecars in mir. Merken Sie ſich das gefälligſt.“
Der Baron prallte erſtaunt zwei Schritte zurück. Dann brach er in ein helles Gelächter aus und rief: „Seit wann dieſe Verwandlung, wenn ich bitten darf?“
Die Franzöſin ſtampfte ungeduldig mit dem Fuße.
„Ich bemerke Ihnen, daß ich Sie nicht habe rufen laſſen“, ſagte ſie mit einem wegwerfenden Blick.
Herr von Cederſtröm ſchoß das Blut ins Geſicht und ſeine Augen glühten. Die wilde Natur begann ſich in ihm zu regen.
„Soll das etwa heißen, daß ich gehen ſoll, mein Püppchen?“ fragte er, einen Schritt näher tretend.
„Mein Herr, Sie haben Ihre Freiheit und ich auch, alſo—“
„Verdammt will ich ſein, wenn ich mich vom Platze rühre!“ rief der Baron mit finſter zuſammengezogenen Brauen und warf ſich in einen Seſſel.
„Gehen Sie“, rief Leontine herriſch,„ich befehle es Ihnen!“
„Nun, das wird ja immer beſſer! Vorläufig indeſ⸗ ſen ſitze ich hier ganz bequem und bleibe alſo!“
„Wenn Sie noch weiter fortfahren, mich zu belä⸗


