Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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„Sehr praktiſch!“ bemerkte der ehemalige Candidat. „Nun, ich verlaſſe Sie jetzt, denn ich will mich erkun⸗ digen, wann das nächſte Poſtſchiff nach Stralſund ab⸗ geht. Auf Wiederſehen alſo! Laſſen Sie ſich die Zeit nicht lang werden.“

Der ehemalige Magier entfernte ſich und Zulie, ein Liedchen trällernd, trat vor den Spiegel und mu⸗ ſterte ihre Toilette.

„Es iſt bald ſechs Uhr“, murmelte ſie, auf eine ge⸗ ſchmackvoll gearbeitete, reich ciſelirte goldene Uhr ſe⸗ hend, die an einer feinen Kette von gleichem Metall befeſtigt war;„um ſieben Uhr beginnt die Oper, er kann alſo nicht mehr lange ausbleiben.“

In dieſem Augenblick wurde lebhaft an die Thür geklopft und gleich darauf ſtand der Baron von Ce⸗ derſtröm vor ihr.

„Wie, rief er,„in voller Toilette? Und doch ſag⸗ ten Sie mir, daß Sie dieſen Abend nicht ausgehen würden?“

„Nun, ich habe mich anders beſonnen“, entgegnete die Franzöſin, ſtolz den Kopf zurückwerfend.

„So, Sie haben ſich anders beſonnen? Und wes⸗ halb auf einmal dieſe herausfordernde Miene? Ich muß Ihnen bemerken, ſchöne Julie, daß ich in der letzten Zeit ſehr unzufrieden mit Ihnen bin.“