Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

»„

uns durch ihn Aufklärung über die nächſte Zukunft geben zu laſſen.“

Der König ergriff dieſe Idee ſogleich mit Eifer, denn ſie ſagte ſeiner Einbildungskraft vollkommen zu.

„Sie haben alſo ein ſolches von Gott erwähltes Werkzeug aufgefunden?“ fragte er lebhaft.

„Erinnern ſich Eure Majeſtät doch nur des Man⸗ nes, welchen Seine Königliche Hoheit, der Herzog von Södermanland, uns etwa vor vierzehn Tagen zuführte.“

„Ah, Winburg!“ rief Guſtav IV.„Er führt ein junges Mädchen mit ſich, eine Hellſeherin, die im Stande ſein ſoll, wunderbare Dinge zu enthüllen.“

„Allerdings; der Herzog hat mir faſt Unglaubliches hierüber erzählt.“

So blind der König auch in vielen Dingen war, ſo empfand er doch ein inſtinctives Mißtrauen gegen Alles, was von ſeinem Oheim herrührte. Er wußte ſehr gut, daß die öffentliche Meinung denſelben als den eigentlichen Mörder ſeines Vaters, Guſtav's III., bezeich⸗ nete, indem man ihm ſchuld gab, denſelben nach ſeiner Verwundung durch Ankarſtröm mit Hülfe des Leib⸗ arztes Salomon mittels eines Glaſes Limonade ver⸗ giftet zu haben; er hatte auch nicht vergeſſen, daß der Herzog während der Zeit, wo er die Vormundſchaft über ihn führte, ſeine legitime Geburt in engliſchen