Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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ein treues Herz und ich kann für ihre Loyalität ein⸗ ſtehen. 1

Damit ſprach der Graf übrigens nur die Wahrheit, denn ſo ſehr auch Guſtav Adolf durch ſeine Hand⸗ lungsweiſe Schweden bereits in Gefahr gebracht hatte, ſo war doch die Anhänglichkeit an das alte Königshaus der Waſa unter den Bürgern noch immer ſehr. groß und die ſpäter folgende Revolution ging ausſchließlich von der Armee aus, während der Oheim des Königs, der Herzog von Södermanland, heimlich der Hauptlenker derſelben war.

Während ſich in dem Antlitz des Königs Genug⸗ thuung und Zufriedenheit über die ſo eben gehörten Worte ausſprachen, blieb ſein Auge jetzt auf dem Grafen Armfelt haften, der ſich mit ſeinem Schützling bisher im Hintergrund gehalten hatte, während Zubow dem General von Toll auf deſſen Wink näher getreten war.

Nun, mein lieber General, rief er freundlich,Sie weiſen ſich ja in Ihrer Beſcheidenheit faſt den letzten Platz an. Treten Sie näher! Wen haben Sie denn da mitgebracht? Was iſt das für ein junger Mann? Hat er irgend ein Anliegen an mich zu richten?

Majeſtät, antwortete der General, indem er mit Olof vortrat,dies iſt der Neffe des Majors Jönſon, über den Baron von Toll Ihnen ſchon Mittheilung

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