Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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Gut, ſagte Baron Toll mit einer tiefen Verbeugung, und Gott gebe, daß dieſelbe zum Wohl aller loyalen Schweden noch recht lange erhalten bleibe.

Ich weiß, daß Sie es aufrichtig meinen, antwor⸗ tete Guſtav IV.,im Gegenſatz zu denen, die mir feind⸗ lich geſinnt ſind. Aber wir ſind willens, das Scepter, welches uns Gott in die Hand gegeben hat, mit Fe⸗ ſtigkeit zu führen, und mag die Welt auch aus ihren Angeln gehen, wir werden nie zugeben, daß man un⸗ ſere legitimen Rechte auch nur um ein Haar verkürzt.

Die ohnehin ſtrengen Züge des Königs hatten bei dieſen Worten einen noch ſtrengern Ausdruck ange⸗ nommen, und das unglückliche Gemiſch von frömmeln⸗ dem Aberglauben und religiöſer Myſtik, verbunden mit einer Ritterlichkeit, die leider nur zu oft den Verhält⸗ niſſen durchaus nicht angemeſſen war, endlich ſein ſtarrer Eigenſinn, der häufig jeden guten Rath verwarf: dies Alles zuſammengenommen, was ſeinen ſpätern Sturz herbeiführte, drückte ſich jetzt in dem Ton ſeiner Stimme aus, als er ſeine Höflinge anredete.

Was gibt es Neues in meiner Hauptſtadt, Graf Ugglas? wandte er ſich an den Oberſtatthalter.

Ich kann nur Erfreuliches melden, antwortete dieſer, ſich verbeugend.Die Bewohner Stockholms be⸗ wahren für Eure Majeſtät und deren erhabene Familie