Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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ſen beſcheidenes und unbefangenes Weſen indeſſen einen höchſt vortheilhaften Eindruck hervorrief, weshalb ſich auch die Blicke der anweſenden Herren mit beſonderem Intereſſe auf ihn richteten.

Wer iſt denn jener kräftige, blühende Jüngling, mit welchem ſich Graf Armfelt ſo eben dort in die Fenſterniſche zurückzieht? fragte der Marſchall Kling⸗ ſporr, indem er ſich an den Baron Toll wendete. Eure Excellenz, ohne deren Wiſſen und Wollen ſich Niemand dem König nahen kann, werden mir dies ge⸗ wiß zu ſagen vermögen.

Sie übertreiben meinen Einfluß, antwortete Toll, obwohl man ihm anſah, daß er ſich durch dieſe Be⸗ merkung geſchmeichelt fühlte;der Wille Seiner Maje⸗ ſtät iſt ein durchaus unabhängiger. Was aber Ihre Frage anbelangt, ſo bin ich allerdings im Stande, die⸗ ſelbe zu beantworten, denn ich intereſſire mich eben⸗ falls für den jungen Mann, ſowie für den Herrn dort in einfacher Civilkleidung, zu dem er ſo eben herantritt. Der erſtere iſt der Neffe eines alten tapfern Haude⸗ gens, des Majors Jönſon auf Sarlaa, und der zweite iſt ein Graf Zubow, ein ruſſiſcher Flüchtling, welcher bei uns Schutz ſucht.

Ja, ja, die Ruſſen, ſie machen uns viel zu ſchaf⸗ fen, ſagte der Marſchall, wurde aber in ſeinen wei⸗