Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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Sie nie, Anna, und halten Sie unter allen Umſtänden an dem Vertrauen zu meiner Treue und Redlichkeit feſt.“

Ein warmer Händedruck erfolgte.„Gehen Sie“, antwortete ſie mit weicher, zitternder Stimme,„es hätte dieſer Mahnung nicht bedurft. Auf Wiederſehen, mein Freund, und möge daſſelbe ein recht glückliches ſein!“

Zwei Lippen berührten ſich leiſe, noch ein letzter Blick, noch ein letztes Winken und dann verſchwand Zubow mit ſeinem Führer in dem dichten Gebüſch, welches die den See umgebenden Höhen bekränzte.

Geräuſchlos legte Olof die Ruder ein und ebenſo geräuſchlos glitt das kleine Fahrzeug über das Waſſer. Als ſie ſich dem Herrenhauſe näherten, ſagte der junge Fine:„Der Oheim wird ſchon ſchlafen, gute Nacht alſo für heute; morgen beim Frühſtück ſoll er erfah⸗ ren, was wir ihm doch nun nicht länger verbergen können.“

„Bis morgen alſo“, erwiderte Anna, dem Bruder die Hand drückend, und ſchlüpfte ins Haus, um ſich in ihrem Stübchen noch eine Zeit lang ungeſtört ihren Gedanken zu überlaſſen.

„Wo bleibt denn heute der Graf?“ fragte der alte Major Jönſon, als die kleine Familie andern Tags am Kaffeetiſch ſaß.