Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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er.„Sollte mir etwa eine neue Unannehmlichkeit bevor⸗ ſtehen?“

„Iſt Ihnen denn bereits eine ſolche paſſirt?“

„Urtheilen Sie ſelbſt, lieber Freund. Aus dieſem Käſtchen iſt ein Brief in unbegreiflicher Weiſe ver⸗ ſchwunden.“

„Und Sie hatten Urſache, den Inhalt dieſes Brie⸗ fes geheim zu halten?“ fragte der junge Mann mit Schärfe.

„Wenigſtens könnte, wenn er in unrechte Hände ge⸗ riethe, damit viel Unheil angeſtiftet werden.“

„So?“ ſagte unſer Bekannter gedehnt und ſein Auge heftete ſich feſt auf den Grafen.

„Olof“, hob dieſer an,„Ihre edle Natur verdient volles Vertrauen und ich glaube im Einverſtändniß mit Ihrer Schweſter zu handeln, wenn ich Ihnen jetzt ein Geheimniß anvertraue.“

„Ich weiß es ſchon“, antwortete dieſer trocken. „Sie haben Anna eine Liebeserklärung gemacht und dieſelbe dabei auf eine unehrenhafte Weiſe hinter⸗ gangen.“

Dieſe letzten Worte wurden von dem jungen Fi⸗ nen mit gerunzelter Stirn und in einem rauhen Tone geſprochen.

„Olof“, rief der Graf, und ſeine Augen blitzten