Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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auf,„können Sie mir wirklich eine ſolche Schändlichkeit zutrauen?“

„Wohl Ihnen, wenn Sie ſich zu rechtfertigen ver⸗ mögen“, antwortete dieſer zögernd.

„Das kann ich! Aber nicht hier, ſondern in Ge⸗ genwart Ihrer Schweſter ſoll es geſchehen. Ein ab⸗ ſcheuliches Lügengewebe iſt ausgeſonnen worden und ich irre mich gewiß nicht, wenn ich es mit dem mir abhanden gekommenen Briefe in Verbindung bringe.“

„Darin mögen Sie Recht haben.“

„Sagen Sie mir nur das Eine: Wer ſpielte Ihnen den Brief in die Hände?“.

„Nun, ich finde keinen Grund, dies zu verheimlichen. Mein Vetter Holm war es.“

„Ha“, rief Zubow,„dachte ich es mir doch! Wo iſt Ihre Schweſter?“

„Unten am See.“

Zubow ſtarrte ihn an.„Zu dieſer Stunde, bei Nachtzeit?“

„Allerdings, denn es handelt ſich um Ihre Rettung und ſie will Sie über den See hinüberrudern.“

„Um meine Rettung? Ich hoffte doch in Ihrem Hauſe ſicher zu ſein.“

„Leider hat ſich ein Verräther hier eingeſchlichen.

Derſelbe, welcher Ihnen den Brief entwendete, wird v. Keſſel, Petersburg und Stockholm. I. 13