Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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Dich unter ſeine Garde aufzunehmen und Dir ein Offizierspatent im Regiment der Leibgrenadiere zu ver⸗ leihen, eine Ehre, die nur wenigen jungen Leuten Dei⸗ nes Standes zu Theil wird und welche Du, wie ich hoffe, gebührend zu ſchätzen wiſſen wirſt.“

„Gewiß, mein Oheim“, entgegnete der junge Mann, „und halten Sie ſich überzeugt, daß ich ſtets danach ſtreben werde, mich Ihrer werth zu zeigen.“

„Thue zu jeder Zeit Deine Pflicht, laſſe nie einen Flecken auf Deiner Ehre haften und bleibe unter allen Umſtänden Deinem Könige treu“, bemerkte der Greis; „das iſt ſtets die Deviſe Deiner Vorfahren geweſen, und Gott ſei Dank, ſie ſind wohl dabei gefahren.“

Der Major reichte mit einem Blick des Vertrauens Olof ſeine Hand und klopfte gleichzeitig Anna auf die Wange.

„Nun geht, meine Kinder“, ſagte er freundlich,„und laßt mich alten Mann ein Stündchen allein. Die Mit⸗ theilung, welche ich Euch machte, hat mich doch mehr ange⸗ griffen, als ich glaubte, und ich habe heute wieder erfahren, wie theuer Ihr meinem Herzen ſeid.“

Er winkte nochmals zum Zeichen der Entlaſſung freundlich mit der Hand und unmittelbar darauf ver⸗ ließ Olof mit ſeiner Schweſter das Zimmer.

„Wie viel Uhr iſt es jetzt, Bruder?“ fragte dieſe.