Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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wendung hat Ihre Majeſtät die Königin die Gnade

gehabt, Dich unter ihre Hoffräulein aufzunehmen.“

„Ich ein Hoffräulein?“ rief unſere Bekannte mit einer Naivetät, die ſelbſt dem alten Herrn ein Lächeln abnöthigte.„Ich, die bisher nur gelernt hat in den Bergen umherzuklettern und mit Olof auf den Lachs⸗ fang zu gehen, ich ſoll nun auf einmal bei Hofe er⸗ ſcheinen und mich dem ſteifen Zwange der Etikette unterwerfen? Nun, in der Thet, ich möchte wohl wiſſen, wie ich mich in dieſer Rolle ausnehmen werde.“

„Du wirſt Dich früher in die neuen Verhältniſſe hineinfinden, als Du glaubſt“, bemerkte der Major. „Für Dich, Olof“, fuhr derſelbe fort,„hat ein alter Waffengefährte von mir, der General von Armfelt, geſorgt. Er iſt jetzt ebenfalls alt geworden, aber einſt ſpielte er am Hofe Guſtav's III. eine hervorragende Rolle, denn er war der ſchönſte Mann ſeiner Zeit und galt allgemein als der Liebling der Frauen.“

„Und in welcher Weiſe darf ich denn auf die Pro⸗ tection des Generals rechnen?“ fragte der junge Fine, dem es keineswegs an Ehrgeiz und an dem der Ju⸗ gend eigenen Drange, den Strömungen eines bewegten Lebens zu folgen, mangelte.

„Er hat von dem König das Verſprechen erlangt,

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