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„Ich will Dich aber nicht verlaſſen!“ rief Anna, wobei ihr eine Thräne ins Auge trat und ſie ſich zärt⸗ lich dem Greiſe anſchmiegte.
„Mache Dir um mich alten Mann keine Sorgen“, antwortete ihr Oheim mit einem liebevollen Blick; „wenn Gott mich geſund erhält, ſo werde ich auch wei⸗ ter meinen Gewohnheiten gemäß auf Sarlaa fortleben, bis es mir in einer ſpätern Zeit wieder vergönnt iſt, Euch, meine Kinder, ſegnend in die Arme zu ſchließen. Für jetzt iſt es aber mein Wille, daß Ihr dieſe Ein⸗ ſamkeit verlaßt und Euch unter andern Verhältniſ⸗ ſen Eurem Stande gemäß für das Leben auszubilden ſucht.“
Anna ſenkte traurig den Kopf, aber zugleich ſchien ſie doch auch wieder noch ein anderer Gedanke wie die nahe Trennung von dem Greiſe zu beſchäftigen, denn unwillkürlich erinnerte ſie ſich daran, daß ſie dann ja auch mit Zubow in Stockholm wieder zuſammentreffen müſſe.
„Muß dieſe Trennung denn durchaus ſtattfinden?“ fragte ſie nochmals mit weicher Stimme.
„Ich habe dabei nur Dein Glück im Auge, meine Tochter“, entgegnete der Major.„Siehe, dieſes Schrei⸗ ben kommt von einer der hochgeachtetſten Damen des Landes, von der Gräfin Piper. Infolge ihrer Ver⸗


