Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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187 um Dir und Deiner Schweſter eine Mittheilung zu machen.“

Der junge Mann ſah den Veteran erwartungs⸗ voll an.

„Setze Dich“, ſagte dieſer und langte gleichzeitig nach dem vor ihm liegenden Blatt Papier.„Ich habe wichtige Nachrichten erhalten“, fuhr er fort;„dieſen Morgen ſind die längſt erwarteten Schreiben aus Stockholm eingetroffen.“

In dieſem Augenblick trat auch Anna ein; ſie hatte die letzten Worte ihres Oheims noch vernommen.

„Komm näher, mein geliebtes Kind“, ſagte dieſer mit beſonders bewegter Stimme,„denn was ich mitzu⸗ theilen habe, betrifft Dich ebenſo gut wie Deinen Bruder.“

Das Fräulein nahm an der Seite des Veterans Platz und dieſer ſtrich ihr liebevoll über das ſchöne Haar.

„Laß das Köpfchen nicht ſo ſinken“, ſagte er, eine Heiterkeit annehmend, die wohl mehr eine gekünſtelte wie natürliche war,„meine Nachrichten ſind nicht ſchlim⸗ mer Natur, ſie betreffen Euer beiderſeitiges Wohl. So hört alſo: Wir werden uns bald trennen müſſen, Eurer Abreiſe nach der Hauptſtadt ſteht nun nichts mehr im Wege.“