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und ſie muß ihm mit Vorſicht beigebracht werden. Morgen ſoll er die Wahrheit erfahren und er muß ſie erfahren, damit er vorbereitet iſt, wenn Holm hier eintrifft.“.
„Gut, Olof. Ich danke Dir für den Edelmuth, welchen Du in dieſer traurigen Angelegenheit an den Tag legſt.“
„Ich wollte nur, ich könnte Dir einigen Troſt ſpen⸗ den. Doch vielleicht, Schweſter, wird Deinem Herzen dieſe Freude noch im letzten Augenblick zu Theil.“
Die beiden Geſchwiſter drückten ſich mit einem Blick des innigſten Einverſtändniſſes die Hände.
„Um neun Uhr“, ſagte Olof;„vergiß die Stunde nicht.“
„Um neun Uhr“, rief Anna dem Scheidenden nach; „ich werde pünktlich ſein.“
Als der junge Fine in das Haus zurückkehrte, fand er ſeinen Oheim allein. Der alte Herr hatte ein offenes Schreiben vor ſich liegen und blickte auf daſ⸗ ſelbe mit einer gewiſſen Feierlichkeit.
„Es wurde mir heute den ganzen Tag keine Gele⸗ genheit, mit Dir allein zu ſein, Olof“, begann er mit einer Stimme, deren bewegter Ton dem Neffen nicht entging;„jetzt aber, wo ſich der Graf auf ſein Zim⸗ 4 mer zurückgezogen hat, benutze ich den Augenblick,


