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wundern läßt. Aber aufrichtig geſagt, ich glaube an ſeine Untreue noch nicht.“
„Was ſoll nun geſchehen?“
„Ich ſelbſt werde ihn über den See bringen und durch die Berge geleiten.“
„Nein, überlaß das mir, Olof. Du weißt, daß ich die Ruder zu handhaben verſtehe.“
Der junge Fine begriff, welche Abſicht die Schwe⸗ ſter damit verband. Sie wollte den Grafen noch ein⸗ mal unter vier Augen ſprechen, vielleicht kam es dann zu einer Erklärung, und bei dieſer ſollte kein Dritter Zeuge ſein. Er war zartſinnig genug, dieſes Verlan⸗ gen eines tief verwundeten Herzens zu ehren, und ant⸗ wortete daher:
„Nun güut, ich bin mit Dir einverſtanden und werde für einen ſichern Boten ſorgen. Um neun Uhr treffe ich mit Zubow am See ein; ich eile jetzt, denſelben auf die Nothwendigkeit ſeiner unverweilten Abreiſe vorzu⸗ bereiten.“
„Und der Oheim?“ fragte Anna.
„Er darf für den Augenblick von dem wahren Sachverhalt keine Kenntniß erhalten; die Nachricht, daß er unter ſeinen Verwandten einen ſolchen feigen Ver⸗ räther beſitzt, der ſich zu Henkersdienſten hergibt, wird ihn vorausſichtlich auf das heftigſte erſchüttern
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