Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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ſich blickte,„ganz der Geliebten eines Generals Arakt⸗ ſchejew würdig! Ob ſich das Weib von dieſer Pracht und Herrlichkeit wohl etwas hat träumen laſſen, als ſie noch für die Matroſen Hemden wuſch und Suppe kochte?“ Indem er dieſe Worte mehr dachte wie ſprach, ſtieß er eine Seitenthür auf und trat in ein Vorzim⸗ mer. Auch hier begegnete er Niemand, aber indem er einen Augenblick ſtill ſtand, um zu lauſchen, ſchlug abermals ein helles Gelächter an ſein Ohr und eine weibliche Stimme rief im reinſten Franzöſiſch halb ab⸗ wehrend, halb herausfordernd:

„Nicht doch, Kaiſerliche Hoheit; ich bin zwar Ihre Gefangene, aber ich bitte um gute Behandlung. Sie erſticken mich ja faſt mit Ihren Umarmungen!“

„Kaiſerliche Hoheit!“ Wie eine Todtenglocke ſummte es vor Zubow's Ohren und das Blut trat ihm aus dem Geſicht. Der ſtarke Mann zitterte am ganzen Körper. Die Lage, in welcher er ſich befand, wurde ihm voll⸗ ſtändig klar. Entweder mußte er ſich ſtill zurückſchleichen und die Schmach, welche ihm angethan worden war, ruhig hinnehmen, oder er hatte den Muth, einem der Großfürſten perſönlich entgegenzutreten und ihn wegen

des angethanen Schimpfes zur Rede zu ſetzen, und

dies, das wußte er, war in Rußland gleichbedeutend mit Tod oder im günſtigſten Falle mit Degrada⸗ 2*½