ſelbſt davon überzeugt habe!“ Er hatte ſich jetzt dem Eingang der Villa genähert und horchte. Eine Todten⸗ ſtille herrſchte in derſelben und nur aus den innern Gemächern drang durch die verhüllten Fenſter ein matter Lichtſchimmer. Abermals zögerte ſein Fuß. „Wenn ſich Iakuſchkin geirrt hätte, wenn ſie ſchuldlos wäre, womit könnte ich mein Eindringen in dieſes Haus zu einer ſo ſpäten Stunde rechtfertigen?“ Dieſe Betrachtungen durchkreuzten Zubow's Kopf, als plötzlich ein heller, halb abwehrender, halb wieder auf⸗ munternder Aufſchrei an ſein Ohr ſchlug, welchem un⸗ mittelbar darauf das laute Gelächter einer männlichen Stimme folgte. Der Graf ſchien von dieſen Tönen wie elektriſirt zu werden. Sein Körper ſchnellte in die Höhe, ſeine Fauſt ballte ſich krampfhaft zuſammen und ſeine Stirnadern ſchwollen ihm an.
„Nun denn, in Gottes Namen!“ rief er.„Es iſt ihre Stimme, und ich muß darüber Gewißheit erhalten, ob ich wirklich eine Schlange an meinem Buſen genährt habe!“ In drei Sätzen war er die Marmorſtufen hin⸗ auf, und indem er durch den breiten, von Säulen getrage⸗ nen Porticus ſchlüpfte, betrat er eine mit Freskoma⸗ lereien geſchmückte und mit Marmorſtatuen verſehene Vorhalle.
„Hm“, murmelte er ſpöttiſch, indem er flüchtig um


