Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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„Ich wüßte in der That nicht, welche Verpflichtung Sie gegen mich hätten. Doch gleichviel! Wer iſt es, der mich verräth und meine Ehre angreift?“

„Eine Dame.“

Graf Zubow zuckte zuſammen. Man ſah es an ſeinen veränderten Geſichtszügen, daß dieſe Worte einen tiefen Eindruck auf ihn gemacht hatten. Aber auch jetzt noch verſtand er ſich zu beherrſchen und erwiderte in ſcheinbar ruhigem Tone:

„Eine Dame? Dieſer Ausdruck iſt ein ſo allge⸗ mein gehaltener, daß ich auf Ihre Worte kein beſon⸗ deres Gewicht zu legen vermag, wenn Sie ſich nicht deutlicher erklären.“

„Ich werde es thun, Herr Graf. Das, was ich Ihnen mitzutheilen habe, wird Sie vielleicht augen⸗ blicklich niederſchmettern, aber ſpäter, davon bin ich überzeugt, werden Sie mir danken.“

„Weiter, weiter!“ rief der Major in ungeduldiger Haſt.

„Nun, Sie ſtehen in engen Beziehungen zu Fräu⸗ lein d'Ecars, deren Vater als franzöſiſcher Emigrant nach Rußland einwanderte und gegenwärtig mit

dem Titel eines Collegienrathes als Profeſſor der

franzöſiſchen Sprache am kaiſerlichen Pageninſtitut an⸗ geſtellt iſt.“