Teil eines Werkes 
3. Bd. (1850)
Entstehung
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48 ſprich, was iſt geſchehen, daß ich Dich voll Wunden und mit Blut befleckt erblicke? Mein edler Herr! erwiderte Veit, nich bitte Euch dringend, forſchet nicht nach der Veranlaſſung zu dieſen Wunden, denn dieſes iſt das Einzige, was ich verſchweigen muß. Mehr als der Schmerz von dieſen Wunden quält mich ein fürchterlicher, zweifelvoller Ge⸗ danke. O leitet mich, daß ich in dem ver⸗ trauensvollen Glauben an das Göttlichſte nicht wanke; denn was mir widerfuhr, ſieht einer Schandthat ähnlich, wie ein Haar dem andern, und denkt! ein Heiliger, ein hochverehrter Mann war es, der mir dieſen Streich verſetzte. Veit erzählte hierauf dem Grafen das Wunder jener Nacht in dem Kloſter von St. Baſil, wo ihm ein Geiſt gebot, als Mör⸗ der dem Ritter Herrmann von Adlerhorſt den Dolch ins Herz zu ſtoßen, den die Hand des Heiligenbildes ihm entgegen ſchleuderte. Wie hätte ich daran zweifeln ſollen, fuhr Veit in ſeiner Erzählung fort,daß dieſes Alles Gebot des Himmels ſei? Doch