Teil eines Werkes 
3. Bd. (1850)
Entstehung
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einem liebevollen Vater, ich ahne die fürchter⸗ liche Wahrheit; o zögere nicht, mir Gewiß⸗ heit zu geben. er

Ach Gott! der Bube kam, und für Euer theuere Tochter, meine heißgeliebte Freundin, ward ich das unglückſelige Opfer ſeiner Tücke und ſeiner ſchändlichen Begierden. So ſchrie Bertha ſtammelnd unter Thränen, und ſank mit bedecktem Geſicht auf ihr Lager.

Ueberraſcht, gerührt und voll Grimm ſtand Konrad ihr zur Seite, und ſuchte vergebens die arme Leidende zu beruhigen. Er konnte ihr weiter keinen Troſt geben, als mit ihr zu weinen. Ein Geräuſch an der Thüre des Ge⸗ machs unterbrach dieſe ſtumme Scene; der Graf blickte ſich um, und ſchien kaum ſeinen

Augen zu trauen, als er den entflohenen Veit erblickte.

Athemlos und bleich, an Haupt, Bruſt und Arm verbunden und allenthalben von dem Blute friſcher Wunden befleckt, trat der Jüngling ermattet herein und ſank an Bertha's Seite nieder, indem er die Geliebte umfing,